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Nachlese Fachtag Kinderschutz

Wie schon im letzten Newsletter zu lesen war, fand am 8. März 2017 ein von den Berliner IL-HzE-Betrieben organisierter „Fachtag Kinderschutz“ statt. Ein Fünftel der Teilnehmer/-innen kam aus den Berliner IL-Kindertagesstätten, die in dieser Form erstmalig zusammen mit den Kollegen/-innen aus dem Bereich Hilfen zur Erziehung (HzE) in den fachlichen Austausch gingen.

Inhaltlich ging es am Vormittag um die Themen „häusliche Gewalt“ sowie die Arbeit der Kinderschutzambulanzen. Dazu hatten wir sehr kompetente Fachreferentinnen und -referenten der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen e. V. (BIG) und der Kinderschutzambulanz des St. Joseph Krankenhaus eingeladen.

Den Nachmittag nutzen wir für einen zielgerichteten Austausch in kleineren Gruppen. Wir diskutierten verschiedene Ideen und Möglichkeiten zur Stärkung IL-Träger übergreifender Kooperation und Zusammenarbeit von Familienhilfe- und Kita-Angeboten.

Die Rückmeldungen zum inhaltlichen Programm wie auch zum gemeinsamen Austausch zwischen HzE- und Kita-Fachkräften fielen zum großen Teil positiv aus und mündeten bereits in verschiedene Initiativen in beiden Fachbereichen. Durch die gemeinsame Arbeit und den Austausch wurde im Verlauf des Fachtages deutlich, dass es hilfreich ist, von einander zu erfahren, wie der Arbeitsalltag und die Übernahme der jeweiligen Verantwortung gestaltet wird.

Haben Familienhelfer/-innen in ihrer Arbeit zu einem überwiegenden Teil mit den Elternsystemen zu tun, so liegt der Schwerpunkt in der Kita mehr auf der direkten Begleitung der Kinder (Beziehungsgestaltung, Gesprächsführung). Hier können und wollen wir gern noch viel mehr voneinander lernen.

Es entstanden erste Ideen zur Stärkung der Kooperation beider Bereiche. Um den Wissenstransfer zu fördern, beabsichtigen wir, gemeinsame Gremien zu schaffen, in denen die kollegiale Beratung für die Kinderschutzfachkräfte möglich ist. Zusätzlich kann dabei auch geprüft werden, ob es gelingt, ein paar einfache Standards für die Zusammenarbeit von HzE und Kita zu etablieren. Beispielsweise könnten Erzieher/-innen aus den Kindertagesstätten mehr in das Hilfeplanverfahren einbezogen und zu Hilfeplangesprächen im Jugendamt eingeladen werden.

Künftig wollen wir den Gedanken der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit in die Planungen ähnlicher Fachtage und Weiterbildungen einbeziehen, um an den tollen Erfolg des Kinderschutzfachtages anzuknüpfen.


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